Der Nachstar, medizinisch als posterior capsule opacification (PCO) bezeichnet, ist eine häufige Erscheinung, die Monate oder sogar Jahre nach einer erfolgreichen Kataraktoperation auftreten kann.

Obwohl die getrübte natürliche Linse entfernt wurde, kann die dünne Membran, die die künstliche Linse trägt, mit der Zeit eintrüben. Dadurch kann die Sehkraft erneut verschwommen, neblig oder gedämpft erscheinen. Einige Patientinnen und Patienten bemerken zudem verstärkte Blendung oder eine reduzierte Kontrastwahrnehmung.

Der Nachstar stellt kein Wiederauftreten des Grauen Stars dar und bedeutet nicht, dass die Operation fehlgeschlagen ist.
Er kann schnell und effektiv durch eine sogenannte YAG-Laser-Kapsulotomie behandelt werden. Bei diesem ambulanten Verfahren wird mithilfe eines präzisen Lasers eine kleine Öffnung in die getrübte Kapsel geschaffen, sodass das Licht wieder ungehindert auf die Netzhaut fallen kann.

Die YAG-Laser-Behandlung ist schmerzfrei, erfordert keine chirurgischen Schnitte und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Die meisten Patientinnen und Patienten bemerken nahezu sofort eine Verbesserung der Sehkraft, und eine Erholungszeit ist kaum erforderlich. Gewöhnliche Alltagsaktivitäten können meist noch am selben Tag wieder aufgenommen werden.

Wenn sich nach einer Kataraktoperation Veränderungen der Sehkraft bemerkbar machen, ist eine zeitnahe augenärztliche Abklärung wichtig. Eine frühzeitige Behandlung stellt die Sehschärfe wieder her und verhindert unnötige Beschwerden.

Mit der YAG-Laser-Kapsulotomie können Patientinnen und Patienten die Vorteile ihrer Kataraktoperation erneut vollständig und sicher nutzen.